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Tough Guy 2014

Sportkleidung waschen. Aber richtig. Und nachhaltig.

Sportkleidung waschen. Das gehört für jeden OCR-Läufer zur regelmäßigen Routine. Dabei machen sich wahrscheinlich die wenigsten Sportler Gedanken über die damit verbundenen Umweltbelastungen. Denn die meisten Sportklamotten sind ja aus Synthetik, genauer – aus Plastik.

Und gerade OCR-Sportler tragen bewusst keine saugfähige Sportkleidung, da sie sich regelmäßig in Wassertümpeln und Schlammgruben suhlen. Der Gastbeitrag unseres Partners Meerbusch fresh möchte allen Sportlern einen Denkanstoß geben, beim Waschen der Sportkleidung die Umwelt möglichst wenig zu belasten.

Damit übergeben wir an unseren Partner Meerbusch fresh, der einen interessanten Artikel zum Thema „Sportkleidung waschen“ erstellt hat, der auch über die lokalen Grenzen Gültigkeit hat.

Wie oft pro Woche geht ihr laufen? Als OCR-Läufer bestimmt mehrere Male pro Woche und bestimmt kommen noch Einheiten im Fitness-Studio für Krafttraining und Griffkraft dazu.

Da kommt dann einiges an Sportwäsche zusammen in einer Woche – doch gilt es gerade bei funktionaler Sportkleidung einiges zu beachten!

Sportkleidung erst einmal trocknen lassen

Bevor du deine Sportklamotten in den Wäschekorb wirfst, sollten deine verschwitzen Sachen erst einmal trocknen. Ideal ist, sie etwas auszulüften. Das reduziert die Bildung von geruchsbildenden Bakterien und sorgt meist dafür, dass deine Sportkleidung nach dem Waschen nicht mehr so unangenehm riecht. Wenn sie trocken sind, kannst du sie in der Waschmaschine entsorgen.

Kampf dem Mikroplastik

Eine Studie der britischen Plymouth Universität beziffert die Anzahl der abgegebenen Fasern ans Wasser mit 138.000. Bei bei einer durchschnittlichen Wäsche mit synthetischen Textilien bei 30 bzw. 40°C. | Grafik: Guppyfriend

Funktionskleidung ist in der Regel reines High Tech Synthetik Material, von dem sich beim Waschen kleine Partikel als Mikroplastik ablösen können, die so klein sind, dass sie in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können.

Tough Guy 2013, After Race Washing

Aus diesem Grund suchen viele Sportler bereits nach alternativen Sportmaterialien – gelegentlich lese ich von Merino und anderen Naturmaterialien. Ich glaube aber, dass gerade beim OCR Sport auf High Tech Sportkleidung kaum verzichtet werden kann.

Nach einem Wettkampf solltet Ihr den groben Schmutz natürlich erst mit Wasser entfernen. Idealerweise spült ihr die Klamotten mit einem Gartenschlauch oder in der Badewanne bzw. Dusche aus. Noch besser: Vor Ort die Klamotten mit einem Schlauch ausspülen.

Anmerkung tough times for chicken

Ich habe gleich 3 Beutel seit mehreren Jahren im Einsatz und sie haben sich bewährt. Der recht hohe Anschaffungspreis hat sich dadurch relativiert.

Wichtig ist, die Beutel nicht zu voll zu machen, damit sich die Wäsche gut verteilen kann und man sollte flüssiges Waschmittel verwenden.

Das richtige Waschmittel für Sportkleidung

Flüssigwaschmittel, aber welches? Leider kommen alle Flüssigwaschmittel in Plastikflaschen und bei empfohlener Dosierung reicht eine Flasche meist nur für 20-30 Waschgänge. Da kommt schon einiges an Plastikmüll zusammen!

Hier ein paar Tipps zum Säubern von Sportkleidung:

  • Experimentiert mit der Dosierung! Meine Erfahrung hat gezeigt, dass oft auch eine kleinere Menge ausreicht, die Sportwäsche sauber zu kriegen. „Mud Wear“, solltet ihr ohnehin nach einem Rennen erstmal in einer Wasche einweichen und ggf mit dem Gartenschlauch abspülen, denn sonst verschmutzt eure Waschmaschine zu stark.
  • Spezialwaschmittel für Sportkleidung. Hm – hier bin ich skeptisch! Klar habe ich diverse Produkte ausprobiert, aber im Endeffekt reicht ein normales Flüssigwaschmittel – am liebsten Bioqualität – völlig aus. Schweiß, Bakterien und somit der Geruch verschwinden, wenn die Kleidung sauber ist.
  • Spezielle Faserschonung für die High Tech Materialien? Ganz ehrlich – das mag für manche Sportarten zutreffen, aber im OCR suhlen wir uns im Schlamm und nehmen auch gerne mal einen Riss vom Stacheldraht in Kauf – was wollen wir dann mit Faserschonung?
    Ich denke, hier lässt sich der eine oder andere Euro sparen. Investiert dann lieber in ein gutes Bio-Waschmittel!
  • Flaschen aus Recyclat. Schaut euch mal im Drogeriemarkt um, ob ihr nicht Hersteller findet, die ihre Plastikflaschen aus Recyclingplastik herstellen. So können Ressourcen geschont werden.
  • Ich persönlich habe auch gute Erfahrungen mit dem Waschen mit Efeu. Einen Artikel dazu habe ich auf meinem Blog. Die Wäsche riecht absolut frisch und ihr bekommt das Waschmittel zum Nulltarif. Probiert’s gerne mal aus – schiefgehen kann nichts.
  • Zu guter Letzt: Weichspüler sind ein No Go für Funktionskleidung, da sie die Fasern verkleben und Feuchtigkeit somit nicht mehr abtransportiert werden kann. Aus Umweltschutz-Gründen sollte man Weichspüler grundsätzlich nicht einsetzen…

So, viel Spaß beim Waschen wünsche ich euch nicht, aber natürlich beim Laufen… bis bald!

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