Mud Masters Night Shift in Weeze. Der Spuk begann pünktlich zur Geisterstunde.

Wenn die Uhr um Mitternacht 12 schlägt, denken wohl die Wenigsten ans Laufen, geschweige denn daran, einen Hindernislauf zu absolvieren. Doch die Macher vom Mud Masters schon. Und auch rund 138 OCR-Läufer. Sie stellten sich der Herausforderung, dem Schrecken von 9 Stunden Quälerei die Stirn zu bieten.

Vorbereitung auf die Geisterstunde

Da ich bereits einige 24-Stunden-Hindernisläufe absolviert hatte, wußte ich, was auf mich zu kam. Rund eine Woche vorher begann ich mich auf die Stunde Null vorzubereiten. Ich erstellte Listen mit den notwendigen Utensilien, packte meine Klamotten zusammen und befüllte diverse Taschen. Regelmäßig checkte ich die Wettervorhersage für Weeze, denn nichts ist unangenehmer, als mit der falschen Ausrüstung eine solche Challenge zu bestreiten. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. Pünktlich zum Wochenende war  Sonne und eine trockene, milde Nacht angesagt.

Mud Masters Obstacle Run Night Shift, Hindernislauf Deutschland, ZeltAm Samstag, den 7.5. ging es schon vormittags Richtung Weeze, denn Alexander aus der TTFC-Truppe stellte sich seinem zweiten OCR-Lauf, der 12 km Strecke. Das Gelände rund um den Flughafen Weeze eignet sich hervorragend, um einen Hindernisparcours auf die Beine zu stellen. Weitläufige Parkmöglichkeiten, zahlreiche, ausgediente Bunker und Flugzeughangars, Unmengen Sand und Kiesgruben sowie gaaannnzzz viel Platz. Vor Ort angekommen sammelten wir unsere Unterlagen ein. Anschließend baute ich auf dem Campingplatz nahe eines ausgedienten Hangars mein Wurfzelt auf. Innerhalb kürzester Zeit stand meine Behausung für die anstehende Nacht. Nach getanem Werk bewegten wir uns Richtung Startbereich, denn der Lauf von Alexander, über den er gesondert berichten wird, stand kurz bevor. Nach seinem erfolgreichen Start fuhr ich wieder nach Hause, um mich auf den Nachtlauf vorzubereiten. Diese Vorbereitung bestand vorzugsweise in dem Versuch, etwas Schlaf zu mir zu nehmen. Erstaunlicherweise gelang das auch ein paar Stunden, ehe ich um 18.00 Uhr aus meinem Schlaf-Light aufwachte. Vollständig in der Realität angekommen tankte ich meinen Kohlehydrahtspeicher auf, ehe es gegen 21.00 Uhr wieder Richtung Weeze ging.

Mud Masters Obstacle Run Night Shift, Hindernislauf Deutschland, Parcours

Durch einen unfallbedingten Umweg trudelte ich erst erst gegen 22.20 auf dem Gelände ein. Gerade noch rechtzeitig, um dem Briefing für den Night Shift beizuwohnen. Neben den 9 Stunden-Läufern gab es auch Mitstreiter, die 12 und 18 Kilometer absolvierten. So waren es dann rund 400 Läufer, vorwiegend aus Deutschland und Holland, die sich diesem nächtlichen Abenteuer stellten, weshalb das Briefing auf Englisch abgehalten wurde. Nach 20 Minuten waren alle für die Gefahren und Notwendigkeiten sensibilisiert. Ziel war es, auf einem Rundkurs innerhalb von 9 Stunden so viele Runden wie möglich zu Mud Masters Obstacle Run Night Shift, Hindernislauf Deutschland, Briefing vor dem Startabsolvieren. Der Zieleinlauf musste zwischen 9 und 10 Uhr morgens erfolgen. Dies gab den Läufern die Möglicheit, bis kurz vor 10 Uhr die Ziellinie zu überqueren. Nach dem Briefing traf ich Franki, der mich die ersten 12 km begleitete und am Folgetag noch einmal die 18 km Strecke abreißen wollte. Der ausgewiesene Rundkurs war offiziell 6 km lang, allerdings stellte sich später heraus, dass er rund 7,2 Kilometer lang war (gemessen mit zwei unterschiedlichen GPS-Uhren). Hmmm, irgendwie kam mir das bekannt vor. Auch beim letztjährigen 24-Stunden-Lauf war die Runde um über einen Kilometer länger. Bei einer Dauer von 9 Stunden kommen da einige Kilometer zusammen, die nicht gezählt werden. Die Logik erschließt sich mir in diesem Fall nicht ganz. Ausgerüstet mit wasserdichten Stirnlampen ging ich mit Franki eine Viertelstunde vor Mitternacht in den Startbereich. Hier erwartete uns ein Meer von Stirnlampen und eine ausgelassene Stimmung.

Pünktlich um 0:00 Uhr wurde das Feuerwerk gestartet

Nach einem Einschwörungsritual ging es Punkt 0:00 Uhr auf die Piste, begleitet von einem grandiosen Feuerwerk, der die zu erwarteten Strapazen kurzzeitig vergessen ließ. Gestartet wurde mit dem Hindernis „Bunker Busters“, zwei hintereinander angeordnete Bunker, die sich uns in den Weg stellten. Gefolgt von „Mud Crawl“ und „Boulder“, einer rund 2, 50 m hohe Wand, die ohne Hilfe nur sehr schwer zu erklimmen war, da ein Überhang am oberen Ende eingebaut war. Hier halfen sich die Läufer gegenseitig über das Hindernis. Ehe die Strecke in den „Forest Trail“ mündete war eine weitere Wand, die „Wurm Wall“ zu meistern. Noch war die Stimmung unter den Teilnehmern ausgelassen. Doch die erste größere Mutprobe stand uns kurz bevor. „Execution“ by Night. Eine 4 Meter hohe Plattform bei der plötzlich der Boden unter den Füßen wegklappte. Diese Tatsache führt zu einem recht unguten Gefühl in der Magengegend. Uns wurde empfohlen, die Stirnlampen um den Hals zu hängen, da die Gefahr bestand, dass diese beim Eintauchen vom Kopf gespült werden würde. Diesem Rat folgte ich. Leider dachte ich in diesem Moment nicht an meine Mütze, die ich unter meinem Chicken trug. Nachdem sich die Klappe öffnete und ich ins Wasser eintauchte, merkte ich es sofort – meine Mütze war weg. Jetzt liegt sie in einer Kiesgrube in Weeze, im seichten Wasser verborgen. Mach´s gut, meine treue Mütze. Du hast mir immer tolle Dienste geleistet.

Trotz diesen Verlustes musste es weiter gehen. Also schwamm ich gemeinsam mit Franki im kühlen Nass ans Ufer. Direkt im Anschluß ging es durch ein paar Plastikröhren auf eine Plattform, eher wir wieder Fahrt aufnahmen. Der sandige Untergrund kostete bei jedem Schritt zusätzliche Energie. Nach „Net Crawl“, einem Kriechhindernis, ging es über „Mud Hill“, ein steiler Anstieg raus aus der Kiesgrube. Bevor wir in die Zweite hinabliefen, tankten wir an einem Verpflegungsstand Energie auf. Wasser (später ISO-Getränk) und Bananen standen zur Auswahl. Im folgenden Kessel mussten vorwiegend Holzwände unterschiedlichster Bauart wie „Wood Climb“, „Great Walls oder „Marine Table“ bezwungen werden. In der letzten Kiesgrube warteten weitere Highlights. Nach dem Reifenhindernis „Getting Tyred“ waren die „Monkey Bars“, ein Hangelhindernis, dass sich durch seine extreme Länge auszeichnete, dran. Zu Beginn war es recht einfach zu bewältigen. Je länger der Lauf dauerte, desto schwerer wurde insbesondere dieses Hindernis. Direkt im Anschluß konnte man sich beim „Flyer“ etwas „ausruhen“ und „einfach“ abwärts rutschen. Obwohl das mit der Höhe nicht mein Ding ist, ließ ich die Prozedur über mich ergehen. Stirnlampe abgezogen, Arme verschränkt, Kinn auf die Brust und schon ging es in die Tiefe. Nach wenigen Sekunden und einer Flugeinlage war es dann auch schon vorbei. Das machte wach. Den „Flyer“ während der Nacht zu „genießen“ ist ein ganz spezielles Feeling. Weiter ging´s durch ein Kriechhindernis, vorbei an einem hängenden Seil, mit dem man über ein Wasserbecken schwingen musste. Danach führte die Strecke raus aus der letzten Grube zurück auf das Eventgelände. Bevor die erste Runde komplett war, mussten noch eine Wand, die Half Pipe und der „Sizzler“, das Stromhindernis, bezwungen werden. Um ca. 1:13 Uhr überquerte ich gemeinsam mit Franki das erste Mal die Ziellinie.

Trotz zahlreicher Runden stellte sich kein Drehwurm ein

Verlustbilanz der ersten Runde. Eine Mütze. Da die Temperaturen recht mild waren, entschied ich mich dafür, auf die Mütze zu verzichten und nur mit meinem nassen Chicken weiter zu laufen. In der zweiten Runde zog sich das Feld schon etwas mehr in die Länge, Wartezeiten an den Hindernissen gab es praktisch keine mehr. Das war angenehm, da man durch die Wasserhindernisse immer wieder nass wurde, weshalb der Körper mit der Zeit unmerklich langsam auskühlte. Da war permanente Bewegung ein probates Mittel, dem entgegenzuwirken. Um eine weitere Unterkühlung der Läufer zu vermeiden, schlossen die Wasserhindernisse „Execution“ und „Flyer“ von 2:00 bis 7:00 Uhr ihre Pforten. Eine Massnahme, die meines Erachtens sinnvoll ist, denn man unterschätzt leicht die Gefahren einer Unterkühlung. Nach der zweiten Runde verabschiedete ich mich von meinem Begleiter Franki. Er durfte an der Matratze horchen, während ich unter dem Sternenhimmel weiter meine Runden drehte.

Kein Bier für die Nachtschicht während des Rennens

Bei meiner dritten Runde lief ich mit ein paar 18 km Läufern über die Ziellinie. Diese bekamen just nach dem Zieleinlauf ein alkoholfreies Bier in die Hand gedrückt. Hm, dachte ich mir, das wäre jetzt etwas und stellte mich ebenfalls an. Als ich vom Supporter gefragt wurde, ob ich bereits fertig sei, verneinte ich. Daraufhin wurde mir das „Rundenbier“ verweigert. Ich beschwerte mich zwar, aber fand kein Gehör. Das war enttäuschend. Dies merkte auch einer der 18 km Finisher und bot mir ein paar Schluck aus seiner Flasche an. Diese Einladung konnte ich natürlich nicht abschlagen. Genußvoll ran der Gerstensaft meine Kehle hinunter. Endlich etwas anderes als Wasser :-). Nach diesem Durstlöscher wechselte ich für die Nacht die Klamotten. Raus aus den Nassen, rein in die Trockenen. Hört sich komisch an, aber das tat richtig gut. Meine Stirnlampe, die recht schwach leuchtete, wechselte ich durch ein stärkeres Modell aus.

You never walk alone

Nach einer kleinen Stärkung aus meinem Proviantbeutel ging es weiter. Da die meisten Teilnehmer des 12 und 18 Kilometer Laufs bereits gefinished hatten, waren nur noch vereinzelt Läufer auf der Strecke anzutreffen. So konnte ich in der Ferne einzelne Lichter in der Dunkelheit tanzen sein. Allmählich stellte sich eine befremdliche Ruhe ein. So viel ich allmählich in den Modus „Kopf aus, einfach laufen“. Während ich lief, entschied ich mich dafür, keine längere Pause mehr zu machen. Ich wollte meinen Rhythmus beibehalten. So drehte ich meine Runden. Und ab und an traf ich auf einige Leidensgenossen, die sich wie meine Wenigkeit über den Kurs quälten. Insbesondere der lockere Untergrund machte sich immer stärker bemerkbar. Der Sand kostete viel Kraft und die Beine wurde jede Runde etwas schwerer. So ging die Nacht langsam vorüber.

Gefühlt waren gegen 4 Uhr morgens die wenigsten Läufer auf der Strecke, was aber letzendlich keine Rolle spielte, denn seit einigen Stunden lief ich im „Trance-Modus“. Gegen 5:30 begann die Sonne aus der Versenkung zu kommen. Das weckte die Lebensgeister in mir. Und noch waren die Wasserhindernisse geschlossen. Kurz vor 7 Uhr passierte ich noch einmal den Flyer. Das war´s dann auch mit den „Trockenübungen“.  Von nun an standen „Execution“ und „Flyer“ wieder auf dem Programm. Und die Überwindung war groß, sich wieder in die kalten Fluten zu stürzen. Ein Vorteil hatte „Execution“ wenigstens. Danach war ich wieder mehr als wach, bereit, die letzten Stunden in Angriff zu nehmen. Zudem waren wieder mehr Läufer auf der Strecke, was die Mud Masters Obstacle Run Night Shift, Hindernislauf Deutschland, Tough Chicken mit Dutch Mud ManMotivation zusätzlich steigerte. Und für den ein oder anderen Spaß war immer noch jeder zu haben. Nach zwei weiteren Exekutionen und Flugeinlagen überquerte ich gegen 8:30 Uhr die Ziellinie. Der Moderator fragte mich, ob ich denn noch eine Runde in Angriff nehmen wolle. Ich überlegte kurz, entschied mich dann für eine letzte Ehrenrunde, die ich vor 10 Uhr beendet haben musste. In dieser letzten Runde war es richtig einsam. Die Schritte wurden schwerer und schwerer. Ständig schaute ich auf meine Uhr, denn der Parcours zog sich wie Kaugummi. Fast hatte ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten. So war ich der letzte Läufer, der die 8 Runde in der vorgegebenen Zeit beendete. Nach 9:48:40, 8 Runden und 56 Kilometern überkroch ich als 19 von 138 Startern im vorgegebenen Zeitlimit die Ziellinie. Geschafft! Erschöpft, völlig leer, aber glücklich musste ich mich erst einmal sammeln, schnappte mir etwas apathisch mein wohlverdientes „Zielbier“, nahm meine Verpflegungstasche und bewegte mich Richtung Zelt. Hier angekommen setzte ich mich erst einmal in meine Behausung und sinnierte, starrte bewegungslos gegen die Zeltwand. Ehe ich mich wieder bewegte verging bestimmt eine halbe Stunde.

Auslaufen beim Mud Masters Familiy Run

Und das musste ich auch, denn zum Auslaufen standen 3,5 Kilometer Family Run mit meiner 10 jährigen Tochter auf dem Programm. Hätte ich meinen körperlichen Zustand vorher erahnt, hätte ich meiner Tochter diesen Lauf nicht vorgeschlagen. Mir taten alle Knochen weh. Aber da musste ich jetzt auch durch. Um 14:00 Uhr war es dann soweit. Ein lockerer Family Run mit meiner Tochter, wo ich ihr zeitweise den Vortritt lassen musste. Ein schöner Event, der Eltern wie Kindern sichtlich Spaß machte. Nach rund einer Stunde war auch das Auslaufen mit meiner Tochter geschafft. Glückliches Ende eines kräftezehrenden Wochenendes.

Mud Masters Obstacle Run Night Shift, Hindernislauf Deutschland, Streckenverlauf

Strecke Hindernislauf Mud Masters Obstacle Run Night Shift in Weeze

Fazit: Der Mud Masters Night Shift war ein sportlicher Höhepunkt, der mir im Gedächtnis bleiben wird. Von 138 Startern konnte ich nach 8 Runden, 56 Kilometern und  9:48:40 unter die Top 20 laufen. Strecke, Hindernisse und Orga waren top, lediglich bei der Verpflegung auf der Strecke hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Nach ein paar Stunden bekommt man zwar gelegentlich Halluzinationen, trotzdem wird aus Wasser kein alkoholfreies Bier und aus Bananen werden keine Äpfel.
Der anschließende Family Run war ein klasse Lauf, der sich hoffentlich etabliert. Hier können die Kids zeigen, was in ihnen steckt und sich einmal richtig einsauen. Eine willkommene Abwechslung zu iPad & Co.

Euer
TC

 

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Rookie Alex beim Mud Masters Obstacle Run in Weeze

Co-Autor AlexanderEin Bericht von Alex

 

 

Mein zweiter OCR-Lauf überhaupt, nötigte mir im Vorfeld schon Respekt ab. Am Samstag den 06.05.17 kam ich gegen 11:40 auf dem Gelände von Weeze an. Die Parksituation war gut durchorganisiert und wir hatte herrliches Wetter bei ca. 20 Grad. Ich startete in der 12:50 Gruppe zu meinem 12 km Kurs. Aufgeregte Stimmung beim Warmmachen am
Start durch die „Einheizer“ des Mud Masters.

Angenehm fand ich, dass sich der Schwierigkeitsgrad der ersten Hindernisse langsam steigerte und ich als Läufer mich warm laufen konnte. Kritikpunkt waren auf der ganzen Strecke die schlecht und spärlich verteilten Wasserstationen.

Mud Masters Obstacle Run 12 km, Hindernislauf Deutschland, Hindernis Bunker Busters

Das Gelände ist wie geschaffen für diesen Hindernis-Lauf. Spanned auch durch die ganzen Bunkeranlagen! Die Strecke durch die sandige Heidelandschaft war wirklich ein Vergnügen. Bei den Hindernissen haben es mir der „Flyer“ und „Execution“ angetan.
„Execution“ war durch den Fall in das erstaunlich kalte Wasser (Umgebungstemperatur 20 Grad, Wasser gefühlte 6 Grad) eine „knackige“ Überwindung, wo die Rettungsschwimmer vom Mud Masters alle Hände voll zu tun hatten.

Der „Flyer“, eine überdemensionale Rutsche mit Abschluss im Schlammwasser, hatte meines Erachtens den richtigen Winkel ohne gefährlich zu sein und war allein aufgrund seiner Dimension beeindruckend. Sonst gab es die üblichen Hindernisse, die die anderen OCR-Veranstalter auch bieten.

Erwähnt sei hier die obligatorische „Monkey-Bar“ über Wasser. Leider habe ich auch bei meinem zweiten Lauf an den letzten beiden Sprossen aufgeben müssen :-(. Werde vor dem nächsten Lauf das noch trainieren müssen!
Die Stimmung im Allgemeinen war super und geprägt durch Teamgeist –gerade bei den Holzwänden, die zu überwinden waren, wurde gerne Hilfe per „Räuberleiter“ angeboten. Das Hinderniss kurz vor Ende wo man den Mitläufer „Huckepack“ nehmen sollte war in meinem Fall eine echte Herausforderung, da ich einen 90 Kilo Mann tragen durfte.

Positiv aufgefallen sind mir die Wartezeiten an den Hindernissen. Hier gab es bis auf zwei Hindernisse keine Verzögerungen. Wenn man es mit so manchen Konkurrenzveranstaltungen vergleicht, wo der Läufer auch mal eine halbe Stunde warten muss, bis er das Hinderniss angehen kann!
Die Duschen im Ziel waren leider so überlaufen, daß ich mir das Gedränge gespart habe und mich auf meine Dusche zu Hause gefreut habe. Die Verpflegung ließ zu wünschen übrig, das könnte optimiert werden.

Zwar gibt es beim Mud Masters Obstacle Run ein cooles Funktionsshirt, aber leider keine Medaille, was ich mir für die Zukunft wünschen würde. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung auf dem OCR-Kalender mit geringem Optimierungspotential.

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100 Hindernisläufe. Ein Re­sü­mee zum Jubiläum.

So, es ist geschafft. Mit meinem 8 Tough Guy Original, der einen würdigen Rahmen für mein Jubiläum bot, ist die magische Zahl von 100 Hindernisläufen geknackt. Und toi, toi, toi. Alle gesund und erfolgreich überstanden. Seit 2009 quäle ich mich bei jedweglichen Witterungsverhältnissen durch Schlamm und über Hindernisse. Egal ob klirrender Frost oder brütende Hitze.

100-OCRs-Jubiläum-Tough-Chicken

100 OCRs (03/2009-01/2017)

Plötzlich OCR-Junkie

Begonnen hat alles mit dem Strongmanrun 2009 in Weeze. Damals noch mit einer unerschrockenen Truppe am Start ging es auf die Piste am Flughafengelände entlang. Von dieser Truppe bin ich als Einziger, der diesem Sport verfallen ist, übrig geblieben. Ein OCR-Junkie sozusagen. Aber was soll´s. Jeder hat so seine Laster und bei mir sind es halt Hindernisläufe. Doch was macht diesen Sport so besonders? Für mich ist es die Kombination aus Laufen und Hindernissen, die daraus resultierende Abwechslung und die Herausforderung, der Strecke, den Hindernissen und den Elementen zu trotzen. Einzigartig ist auch das Teamwork. Wildfremde Leidensgenossen helfen sich beim Kampf auf der Strecke. Es werden Hände gereicht, es wird gezogen und geschoben, gelitten und gejammert. Gemeinsam. Doch alle haben ein Ziel. Ankommen. Bei keinem anderen Sport habe ich es in dieser Intensität erlebt. Er führt uns vor Augen, daß wir trotz unserer Bedenken und Ängste Unüberwindbares meistern können und Unmögliches möglich machen. Haben wir es dann geschafft, dürfen wir mit Recht Stolz auf uns sein. Übertragt man diese Energie und das Erfolgserlebnis auf den Alltag, geht man in diesem auch positiver mit den anstehenden Herausforderungen um.

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Von 2009 bis heute. Hindernisläufe auf der Überholspur

Doch was hat sich seit 2009 geändert? Sehr viel. 2010 erblickten in Deutschland neben dem Strongmanrun weitere Hindernisläufe das Licht der Welt, wie z.B. der BraveheartBattle oder der Lake Run. Die Teilnehmerzahlen gingen damals lediglich in die Hunderte, das Auffinden der Läufe war schwierig, weshalb ich mich damals entschloss, über die noch junge Sportart einen Blog zu schreiben und einen Terminkalender für Hindernisläufe ins Leben zu rufen. Die Szene wuchs über die Jahre stark an und ich traf gleichgesinnte Mitstreiter, die mich auch heute noch regelmäßig begleiten. Bei unseren europäischen Nachbarn, insbesondere in den Beneluxländern, befand sich der Sport ebenfalls auf der Überholspur. Mit dieser Entwicklung wurden die Hindernisse anspruchsvoller, athletischer und abwechslungsreicher. Dem Sport zum Durchbruch verholfen haben sicherlich die großen U.S. amerikanischen Veranstalter wie Tough Mudder oder Spartan Race. Mit entsprechender Money- und Marketingpower eroberten sie ein europäisches Land nach dem anderen. Durch ihr schnelles Wachstum machten sie einerseits den Sport für die breite Masse attraktiv, andererseits stellten sie aber auch eine Bedrohung für die Independence dar. Über die Zeit haben sich aber auch kleinere Veranstalter etabliert. Neben großen Rennserien wie Tough Mudder, Strong Viking oder Spartan Race mit immer neuen und spektakuläreren Hindernissen gibt es auch zahlreiche, kleinere Veranstalter wie Harzer Keiler Run oder Motorman Run, die mit Herzblut und Idealismus für die notwendige Vielfalt sorgen. So entwickelte über die Jahre jeder Lauf seinen eigenen Charakter. Dies macht meines Erachtens auch den Reiz des Sports aus. Gerade die unabhängigen Veranstalter leisten einen enormen Beitrag für ihre Region, den Tourismus und die Menschen vor Ort. Ich persönlich habe durch meine zahlreichen Teilnahmen ganz neuen Ecken in Deutschland entdecken und schätzen gelernt. Ecken mit enthusiastischen, herzlichen und einzigartigen Menschen.

Quo vadis OCR?

Doch wie geht die Reise weiter? Werden Hindernisläufe bald olympisch? Diese Diskussion wird in den U.S.A. bereits geführt. In dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat die Teilnehmerzahl an Obstacle Course Races die der Halb- und Marathonläufe bereits

Teilnehmer Hindernislauefe USA

Teilnehmer Hindernisläufe USA 2014

übertroffen (Quelle: http://www.runningusa.org , State of the Sport – Part I: Non-Traditional Running Events, April 2014). Laut USA TODAY arbeiten die größten Veranstalter daran, daß Obstacle Course Racing zu den Sommerspielen 2024 olympisch wird. Diese Entwicklung zeigt, wo die Reise wahrscheinlich hingeht. Innerhalb weniger Jahre ist nicht nur in den USA rund um diesen Sport eine wahre Industrie mit geschätzt 4,25 Millionen Teilnehmern und einem Umsatz von ca. 341,5 Millionen Dollar im Jahr 2016 entstanden  (Quelle: Report Obstacle Race World, „The State of the Mud Run Business“ Second Edition, 2016).

Und in Europa? Hier hinkt die Entwicklung etwas hinterher. Einige Märkte wie z.B. U.K., das Mutterland des OCR Sports, sind bereits gesättigt, andere sind noch am Wachsen. Die heterogene Marktentwicklung der einzelnen Länder haben eine differenzierte, länderspezifische Entwicklung zur Folge. So gibt es unterschiedliche Interessensverbände, diverse Ligen und sogar zwei Europameisterschaften, die The OCR European Championships der „Alliance of European OCR Associations“ und die OCR EC – OCR Independent European Championship der „OCR EC Foundation“. Diese Tatsache zeigt auch das Dilemma. Hier fehlen noch einheitliche Strukturen, die den Sport weiter professionalisieren werden. Ich bin aber zuversichtlich, daß dies in den nächsten Jahren geschehen wird.

Des Weiteren bin ich davon überzeugt, dass sich neben der Professionalisierung der Sport per se weiterentwickeln wird. Es werden sich massentaugliche, zielgruppen- und themenspezifische Formate entwickeln wie z.B. Familen- oder Frauenläufe, was in einer größeren Angebotsvielfalt mündet. So wird einer immer größeren Gruppe an Menschen der Zugang zu einer Teilnahme an einem Hindernislauf ermöglicht. Die Geschichte des Hindernislaufs ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Nur die des Tough Guy Original, der Keimzelle dieser einzigartigen Sportart.

Die letzte Schlacht an der Perton Road

Nach 30 Jahren wird der originäre Tough Guy von Mr. Mouse eingestellt. Ich mag es noch gar nicht glauben, daß DAS „Familientreffen“ der OCR-Szene nicht mehr stattfinden wird. Wie selbstverständlich habe ich mich jährlich auf die erste Herausforderung des Jahres vorbereitet. Viele bekannte Mitstreiter habe ich Ende Januar auf der Perton Farm immer wieder getroffen. So wurde es über die Jahre zu einer lieb gewordenen Tradition, die ich und sicherlich viele andere Tough Guys schmerzlich vermissen werden. Nächstes Jahr zu selben Zeit wird bei mir eine mentale Leere herrschen. Wahrscheinlich wie bei ganz vielen die diesen Kurs bezwungen haben.

Zwar werden weiterhin Tough Guy Events an der Perton Road ausgetragen, doch den legendäre Lauf Ende Januar über das Gelände der Farm mit anschließender Quälgarantie der Killing Fields wird es in dieser From wohl nicht mehr geben. Ich bin gespannt, wie sich Mr. Mous´s alias Billy Wilsons OCR-Erbe entwickeln wird. Ich bin froh, daß ich mich dieser Herausforderung stellen durfte. Danke Mr. Mouse für die Geburt dieser inspirierenden Bewegung, die weltweit immer mehr Anhänger gewinnt und hoffentlich diese Spirit weiterführen wird. 

Euer
TC

PS: Auf die nächsten 100 🙂

 

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Eine herrliche Kulisse, bestes Laufwetter und 21 Hindernisse auf 19 km!

Der Norderneyer Obstacle Fight feierte im Februar 2017 seine Premiere. Der erste Hindernislauf Deutschlands auf einer Insel. Das ist einzigartig. Da ich nicht teilnehmen konnte, schickte ich das verrückt-erfolgreiche OCR-Team Eisenschweine (1. Platz beim Mixed-Team) aus Lüneburg auf die Insel. Heraus kam ein lesenswerter Bericht, verfasst von der lieben Pia, der Lust auf eine Wiederholung in 2018 macht. Viel Spaß dabei.
Euer
TC

Bild Pia, Team EisenschweineBericht von Pia C., OCR-Team Eisenwerk CrossFit

 

Strecke mit Aussicht

Norderneyer Obstacle Fight, Hindernislauf Deutschland, Team EisenschweineBeim Norderney Obstacle Fight konnte man zwischen 2 verschiedenen Distanzen wählen  – Die Middle-Distanz (ca. 10km) und die Long-Distanz (ca. 19km). Angetreten ist jeder als Einzelläufer, allerdings konnte man auch Dreier-Teams bilden, so wie wir es gemacht hatten: Team Eisenschweine! Beide Strecken führten an der Promenade, beziehungsweise am Sandstrand direkt an der Nordsee entlang – für alle Naturliebhaber ein absolutes Highlight! Die Wege waren abwechslungsreich: direkt nach dem Start ging es über eine Rasenfläche ins Labyrinth, über gepflasterte und geteerte Straßen zum Strand, wo es eine längere Strecke durch den Sand ging. Oben auf dem Deich angekommen gab es zu sehen, was das Herz begehrt: das Meer, das Watt, Strand und die Sonne, die zwischen den Wolken hindurch lachte. Spezielles Schuhwerk war bei diesem Lauf nicht nötig, sowohl normale Laufschuhe als auch speziell profilierte OCR-Schuhe konnten zum Bewältigen der Strecke genutzt werden.
Die Startgruppen wurden zeitversetzt in einem Abstand von 15 Minuten auf die Strecke gelassen. Insgesamt waren knapp 200 Teilnehmer am Start, die sich in 92 Middle-Läufer  und 103 Long-Läufer aufgeteilt hatten. Die Short Distanz war den Kiddies vorbehalten, wer also aus dem Event einen Familienausflug machen wollte, hatte die Chance auf den Kindern einen bunten Lauf zu bieten.

 

Hindernisse mit einigen Highlights

Insgesamt befanden sich 14 Hindernisse auf der mittleren Strecke und 21 Hindernisse auf der langen Strecke. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Hindernisse recht einfach gehalten waren und somit für jedermann gut machbar gestaltet wurden. Die Highlights waren sicherlich das Bogenschießen, welches allerdings nur auf der Long-Distanz angeboten wurde und die Seilbahn im Kletterpark, welche den Teilnehmern der hinteren Startergruppen eine ziemlich lange Wartezeit abverlangte. Wer den Reiz nicht im Laufen, sondern in den Hindernissen sah, musste auf der Long-Distanz eine Durststrecke von rund 4 km in Kauf nehmen. Was danach kam war wieder Vergnügen pur, wer bis dahin den Matsch und Dreck vermisste, kam beim „Das Leben ist kein Ponyhof“-Hindernis auf seine Kosten. Dies blieb die einzige Serie an Hindernissen mit Schmutzgarantie.

Weitere Hindernisse waren das kleine Labyrinth, verschiedene Blockaden zum drunter durchkriechen, schleppen, eine Hangelleiter, und eine Slackline mit Stützrädern, längs in die Nordsee gespannt. Das Finale bildeten die Hindernisse der Zielgerade: Handwerkliches Geschick beim Nagel in den Holzpflock hauen, einmal Kistenstapeln ums Viereck, das Überwinden des wohl größten Hindernisses: dem Over the Top, einer steilen Strickpyramide, bis zum Sprung über das Feuer und der Einlauf ins Ziel.

 

Klasse Orga mit kleinen Abstrichen

Parksituation? Kein Problem!  Das Auto haben wir auf dem Festland gelassen, wo wir für 5 Euro den ganzen Tag stehen konnten. Die Fährüberfahrt hat jeweils 45 Minuten hin und 45 Minuten zurück gedauert. Vom Hafen aus war alles fußläufig zu erreichen. Das Abholen der Startunterlagen ging rasch, so dass wir uns auf dem kleinen und feinen Gelände umgucken konnten. Neben dem aufgebauten Start und Zielbereich, verkostete der Sponsor Seeluftschinken die Läufer und Schaulustigen. Zwei Futterbuden und ein Getränkewagen sicherten zusätzlich die Verpflegung vor Ort. Die musikalische Unterlegung und Begleitung  der zwei amüsanten Moderatoren waren durch typisch nordischem Humor geprägt, was der Veranstaltung einen gewissen Charme verliehen hat.
Die Duschsituation danach war ganz nach dem Geschmack der Bibber- und Zitteraale gelöst. Das Starterpaket enthielt einen Gutschein für das direkt angegrenzte Thermalbad Thalasso, wo die Läufer sich massieren lassen und aufwärmen konnten. Daumen hoch dafür!


Die Streckenposten waren ebenfalls gut platziert, sodass ein Verlaufen fast unmöglich war.
Einzig die Wartezeiten und Strafen an den Hindernissen waren unpassend gewählt und sorgten  in unserer Truppe für leichten Missmut. Vor allem die Seilbahn war durch das An- und Ausziehen der Sicherheitskleidung sehr zeitintensiv und ließ die wartenden Läufer in der nassen Kleidung schnell frieren. Viele nahmen stattdessen die Strafe von 6 Runden laufen um den Park in Kauf, weshalb ein wirklich interessantes Hindernis für einen Großteil der Teilnehmer entfiel. Hinzu kam, dass keine Kontrollposten die Anzahl der Runden zählten und einige Läufer anstatt der vorgegebenen 6 Runden nur 1-2 absolvierten. Bei einem Lauf mit Platzierung und Zeitmessung sehr ärgerlich!
Ebenfalls in keinem Verhältnis stand die Strafe von 20 Kniebeugen zum Kistenstapeln, da dieses Hindernis weitaus mehr Zeit in Anspruch nahm.
Besonders positiv zu erwähnen waren die Anfeuerungsrufe der Zuschauer und die Ablauforganisation, die wirklich einwandfrei geklappt hatte.
Der erste Norderneyer Obstacle Fight schloss fast pünktlich mit der Siegerehrung ab, wo es neben der Anerkennung tolle Preise gab.

Fazit
Neben attraktiven, landschaftlichen Highlights bietet der Lauf ein angenehmes Läufer-Ambiente. Hier kommen sowohl Rookies als auch Pesernudeln auf ihre Kosten. Was die  Hindernisse betrifft, würden wir den Lauf als „einfach“ einstufen. Er eignet sich wunderbar um die Welt des OCR kennen und lieben zu lernen. Wer das Ereignis mit einem Kurzurlaub verbinden möchte findet weitere tolle Angebote zur Freizeitgestaltung auf der schönen Insel Norderney!

Eure
Pia

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Nebel, Highlands & Dudelsack. Der MacTuff erfüllte alle Klischees

Der McTuff Hindernislauf ist einer der ersten in der OCR-Saison überhaupt. Und findet in den schottischen Highlands statt, wo zu dieser Jahreszeit sich Plusgrade wie Minusgrade anfühlen. Michael hat sich dieser Herausforderung gestellt und ist nach Schottland gereist. Hier sein Bericht über den Hindernislauf MacTuff. Viel Spaß beim Lesen.

Bild Michael P.Ein Bericht von Michael P.

 

 

Bereits einen Tag vorher fuhr ich zum Gelände auf dem der MacTuff stattfinden sollte. Doch diesen Weg hätte man sich fast schon sparen können, da man kaum etwas von der eigentlichen Laufstrecke sehen konnte. Der Lauf fand auf einer Rennstrecke für Autos statt, wobei der MacTuff auf dem hinteren Teil des Geländes statt fand. Allerdings habe ich den Organisator Alex kennengelernt. Wir hatten uns etwas unterhalten und ich durfte meine Startunterlagen in seinem kleinen Büro direkt mitnehmen.

Schottisches Wetter am Renntag

mactuff-hindernislauf-schottland-rennstreckeAm Renntag fuhr ich dann wieder zum Gelände. Diesmal war eine lange Warteschlange bei der Abholung der Startunterlage vor dem kleinen Büro. Zum Glück hatte ich meine Unterlagen ja schon. Die Atmosphäre war sehr familiär. Eigentlich sollte der MacTuff um 11.00 Uhr losgehen, doch die Schotten nahmen es mit der Startzeit nicht so genau.  So warteten bei 7° C, die sich wie -5° C anfühlten im Startbereich. Der Nebel zog in unsere Klamotten. Kurz bevor es losging heizten uns Dudelsackspieler stilecht mit einem schönen Konzert mächtig ein. So wurden wir auf den bevorstehenden Kampf mit den Elementen eingestimmt. 20Minuten später als geplant ging es dann auf die Piste, auf sonst Autos ihre Rennen bestreiten. Gleichzeitig entzündeten die MacTuff Macher ein wunderbares Feuerwerk.

Das erste Hindernis waren Footballspieler, die sich uns in den Weg stellten. Dann war auf einer Strecke von ca. 1,5 Kilometern inkl. zwei kleiner Kriechhindernisse angesagt. Dann folgte Sandsack schleppen über einen Container. Nun dachte ich, das war es. Nein! Wir mussten den 10 Kilo-Sandsack weiterschleppen. Weitere 1,5 Kilometer durch Wasser und über unzählige Hügel. Ich war froh, als ich diese Last endlich los war. Anschließend war wieder Laufen angesagt ehe wir ein Auto, das an einem Seil befestigt war, ziehen mussten. Weiter ging es zu einer Mauer, die schräg bewältigt werden musste. Ich staunte, ich hatte keine Probleme damit. Aber dann kam ein Hindernis, bei dem ich passen musste:  Seil hoch klettern. Das kannte ich noch aus der Schule und schon damals fand ich das schon sehr schwer. So kassierte ich meine erste 5 Minuten-Zeitstrafe. Denn diese bekam man, wenn man ein Hindernis ausließ oder nicht nach Vorgabe bewältigte. Nun folgten immer mehr Hindernisse wie Wände, Kriechen, in kleinen Reifen hangeln (wo ich eine weitere Zeitstrafe bekam), Balken liegend hangeln und ein ca. 4 Meter hohes Hindernis, das mit einem Seil bezwungen werden musste. Das habe ich wegen der längeren Wartezeit ausgelassen, da mir bereits sehr kalt war. Dafür nahm ich eine weitere Zeitstrafe von 5 Minuten in Kauf. Dies war aber auch meine Letzte.

Am Ende Hindernisse ohne Ende

Weiter ging´s gefühlte 20 Mal die Hügel hoch und wieder runter, durch einen Tümpel und dann ab in ein Wäldchen. Das folgende Terrain, tiefes Moos, war ziemlich anstrengend und ging in die Beine. Bevor es Richtung Ziel ging, waren noch 12 tiefe Gräben zu überwinden. Zum Glück kein Wasser, dachte ich mir. Doch dann kam eine schöne Schlammpackung:  Der einzige kleine See. Mist dachte ich! Das Ufer fiel steil bergab. Und ehe ich mich versah, platschte ich ins tiefe Wasser und nahm einen leckeren Schluck von der braunen Highland-Brühe. Das Ufer war rund 15 Meter entfernt und musste schwimmend erreicht werden. Erstaunlich, dass doch viele Probleme mit der Schlammpfütze hatten und das gespannte Seil zur Hilfe nahmen.

Ich schwamm etwas abseits und wurde mehrmals von den Bootsrettern gefragt, ob alles okay sei, was ich bejahte. Raus und weiter ging es 3 Mal über ca. 3 Meter hoch gestapelte Traktorreifen. Jetzt war es wirklich nicht mehr weit bis zum Ziel. Zwischenzeitlich war die Sichtweite wegen des schottischen Nebels auf 50 Meter geschrumpft. Nach 2:12:47 Stunden plus 15 Minuten Zeitstrafe schleppte ich mich völlig entkräftet über die Ziellinie.

Fazit:
mactuff-hindernislauf-schottland-michael-geschafftDer MacTuff war ein sehr schöner Hindernislauf. Die Läufer waren fröhlich, das Feld mit ca. 470 Startern übersichtlich. Allerdings war die Verpflegung an der Strecke mangelhaft. Es gab nämlich keine. Und wer ein schönes Souvenir kaufen wollte, wurde leider enttäuscht. Nächstes Jahr soll es besser und schwerer werden, versprach mir Alex. Warten wir es ab. Ich komme werde wieder kommen, um mich selbst davon zu überzeugen.

Was das Startgeld betrifft: Diese liegen für 2018 bei 70 Pfund, wobei ich mir mit 48 Pfund den Earlybird-Tarif sicherte. Also, wer Lust auf einen ganz speziellen Saisonstart bekommen hat sollte sich frühzeitig anmelden.

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Savage Race. Urlaubshindernisbattle im Sunshine State

Auch OCR-Läufer machen Urlaub. Und wie das so ist, schauen sie, ob nicht zufällig ein Hindernislauf in der Nähe des Urlaubsziel stattfindet. So war es auch bei meinem OCR-Freund Christian, der in Florida seinen Urlaub verbrachte. Sein Bericht vom Savage Race, der im Oktober letzten Jahres stattfand, findet ihr hier. Viel Spaß beim Lesen.

bild-christianEin Bericht von Christian R.

 

 

Neulich habe ich eine Liste gefunden. „Zehn Dinge die Sie wissen sollten, wenn Sie mit einem Läufer zusammen sein wollen.“

Punkt 7: Der Läufer wird wahrscheinlich auch im Urlaub schauen, ob er vor Ort nicht an einer Veranstaltung teilnehmen kann.

Das erste Hindernis: Die Anreise

Verdammt, die kennen mich aber gut. Meine Freundin kannte die Liste wahrscheinlich auch und nahm es gelassen. Da wir unseren Urlaub in Florida verbrachten recherchierte ich einen Hindernislauf in Florida. Und Bingo. Ich fand den Savage Race in Dade City, Florida. Und so machte ich mich am Wettkampftag auf den Weg zum Austragungsort, der Little Everglades Ranch. Bereits die Anfahrt wurde zu einem Hindernis, wobei ich selbst Schuld war. Ich musste ja unbedingt ein paar Dollar sparen. Also aktivierte ich nicht die SIM-Karte meines Handys und nutzte ein Mietwagen ohne Navigationsgerät. Nach alter Manier verließ ich mich auf eine Straßenkarte (die Älteren kennen das noch) und meinen Orientierungssinn. Mit diesen Hilfsmitteln wollte ich den etwas abgelegenen Veranstaltungsort erreichen. Mit gesundem Menschenverstand und etwas Kombinationsgabe hätte ich mein Ziel auch pünktlich erreicht. Denn wenn man sich einer Abzweigung, an der ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht und ein Leuchtzeichen mit Text steht nähert, hätte man darauf kommen können, dass es hier zu einem OCR geht. Ich dachte mir nur: „Ach, schau mal, da steht ja auch ein Polizeiwagen an der Ecke, genau wie bei meinem letzten Lauf in den USA, hier wird bestimmt auch eine Veranstaltung sein“. Völlig gedankenlos passierte ich die Stelle. Ohne das Schild zu lesen. Ich dachte mir nur: „Hoffentlich ist mein Lauf auch so gut ausgeschildert“. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kam mächtig zu spät!

Das Feld wurde von hinten aufgerollt

savage-race-hindernislauf-christianNun gut, es war nicht das erste Mal, dass mir das passierte. Gott sei Dank war ich auch nicht der Einzige. Die Veranstalter waren recht nachsichtig mit mir. Nach Parken, Registrierung, Umziehen und Gepäckabgabe im Eiltempo wurde mit einem Schmunzeln die Zeitnahme für mich wieder aktiviert. Und los ging´s über Wiesen und Sandwege dem Feld hinterher. Überhaupt war die Landschaft sehr ansprechend. Vom Veranstalter als „Sumpf“ bezeichnet rannten wir überwiegend durch trockengelegten Sumpf, der sich mit einigen Schotterwegen, Sand- und Waldböden abwechselte. Das weitläufig flache Gelände war durchzogen von etlichen Baumgruppen und Entwässerungsgräben. Ein idealer Austragungsort, das herbstliche Florida-Wetter mit angenehmen 23 Grad Celsius und Sonnenschein ließen einen das Schmuddelwetter zu Hause vergessen. Nach ca. 2 km, Distanzmarkierungen fehlten leider, holte ich die erste Gruppe der zuletzt gestarteten ein. Von nun an machte ich mir einen Spaß daraus zu zählen, wie viele Mitläufer ich überholte. Kurz darauf das erste Hindernis: Wet Willy! Ein Führungsseil knapp über der Wasseroberfläche an welchem man sich entlang hangeln musste, um so die ca. 15 m Kanal zu überwinden. Das Wasser war wahrscheinlich auch über 20 Grad warm. Ohnehin wurde jedes Wasserhindernis mit Begeisterung begrüßt, bot es doch eine angenehme Erfrischung.

Weiter über einige Stellwände zwischen 1,20 und 2,50 m  hoch und einigen Matsch-Kriechpassagen zur ersten größeren Herausforderung: „Sawtooth“, das Hangelhindernis „Sägezahn“, dass erst schräg aufwärts, dann in der Mitte mit zwei Sprossen senkrecht nach unten und wieder hoch und dann schräg abwärts zu überwinden war. Das klappte ganz gut. Genau wie die „Wheel World“ (muss man sich vorstellen wie überdimensionale, achteckige Lenkräder die verkehrt herum in einer Reihe an die Decke geschraubt wurden). Vom Sehen her kannte ich die Dinger von der Website, und optisch sahen diese fünf Räder savage-race-hindernislauf-usa-hindernis-wheel-worldauch beeindruckend aus. Nur dass die beweglich waren wusste ich vorher nicht! Das hat aber alles eher einfacher gemacht. Lieber mit weniger als zu viel Schwung hielt man sich am ersten Rad fest, und man brauchte nur nach einer halben Drehung nach dem nächsten Rad greifen, der Schwung vom ersten Rad reichte aus um alle Räder zu meistern.

Hindernisse mit Pfiff pflasterten meinen Weg

Überhaupt waren einige originelle Hindernisse vorhanden wie z.B. „Teeter Tuber“, eine ca. fünf bis sechs Meter lange Kunststoffröhre, die zu durchkriechen war, die aber als riesige Wippe fungierte! Erst ging es die erste Hälfte bis zum Scheitelpunkt bergauf. Danach musste man aufpassen, dass man nicht mit einem zu kräftigen Ruck die Wippe umkehrte, so daß man wegen der Rutschgefahr nicht mit zu viel Schwung auf der anderen Seite der Röhre rausgeschossen kam.  Auch interessant war „Kiss my Walls“, Wände mit Indoor-Klettergriffen, die mich aber einige Liegestütze gekostet haben, denn sonntags, dem zweiten Tag des Laufwochenendes, war der eine oder andere Griff nicht mehr ganz fest. Die Rotation, die die „Wheels“ vereinfacht haben, machten die „Walls“ für mich unüberwindlich. „On the Fence“ lief dagegen gut. Hängende Maschendrahtzaunelemente die nicht zu überklettern, sondern ca. zehn Metern entlang zu klettern waren. Auch die obligatorischen Wasserhindernisse fehlten nicht. „Shriveled Richard“ war ein Container voller Eiswürfelwasser mit kleiner Tauchpassage, “ Colossus Slide“ eine Wasserrutsche mit anschließender Flugshow für die Zuschauer in ein Wasserbecken. Und „Davey Jones Locker“ ein 3 Meter Podest zum Sprung ins Wasserbecken.

Nach ein paar weiteren Kletterhindernissen aus z.T. meterhohen Holzkonstruktionen wie „Big Cheese“, der Löcher als Kletterhilfen aufwies oder „Pole Cats“, Metallgeländer die wie ein Barren angeordnet waren und dies es entlang zu klettern galt.

Auf der Zielgeraden des 12 km Kurses noch ein kleiner Höhepunkt: Eine Halfpipe in üblicher ca. 3m Höhe, die ich gut hochkam und die mich zuerst positiv überraschte, denn der Abstieg bestand auch aus einer Halfpipe die ich gemächlich hinab rutschte. Jetzt hätte eine detaillierte Recherche des Parcours Gold wert sein können, denn es offenbarte sich mir direkt nach der ersten eine zweite Halfpipe, doch den Anlauf für die zweite habe ich gerade auf dem Hintern verschlafen! So wollte ich „aus dem Stand“ die zweite Halfpipe savage-race-hindernislauf-usa-hindernis-twin-peakshochlaufen, was auch gar nicht so schlecht klappte. Ein Mitläufer reichte mir seine Hand, und gerade als ich zupacken wollte, überlegte es sich der junge Mann anders und bot seine Hilfe einer jungen, ziemlich knackigen LäuferIN an. So rutschte ich wieder auf Ground Zero und konnte beobachten, wie sich das neu gefundene Glück oben auf der Halfpipe herzte. Vielleicht sind sie ja inzwischen verheiratet. Nach zwei bis drei weiteren Versuchen ohne ausreichenden Anlauf musste ich erstmal verschnaufen und meine Taktik überdenken. Auf Anraten eines Streckenpostens versuchte ich eine Art „aufschaukeln“ also erst die gegenüberliegende Halfpipe so weit wie möglich hoch zu rennen, um dann den savage-race-hindernislauf-usa-hindernis-sawtoothSchwung mitzunehmen, um die andere hochzukommen. So ging’s. Im Anschluß daran folgten noch einige Hangel-und Kletterhindernisse wie „Savage Rig“, hängende Ringe und ein Parcours aus senkrecht stehenden Stangen mit verschiedenen Haltemöglichkeiten. Das wars dann auch.

 

Fazit:
Diese amerikanischen Veranstaltungen, man kennt es ja auch vom Tough Mudder, erheben in der Regel höhere Startgebühren als die Hindernisläufe hierzulande, obwohl sie sich immer noch im Rahmen halten. Meistens sind sie nur rund 10 km lang, was uns eher kurz erscheint, zeichnen sich aber durch eine höhere Hindernisdichte aus, die sehr professionell gestaltet sind. Die Organisation ist meistens vorbildlich und das Rahmenprogramm toll, der Start/Zielbereich war eine witzige Partymeile und Sponsorenpräsente gabs reichlich. Das Läuferfeld bestand aus extrem vielen ungeübten Läufern bzw. OCRlern. Dies fiel mir wahrscheinlich nur auf, weil ich hinter dem Feld gestartet bin und viele Teilnehmer überholt hatte. Trotz meines Spätstarts entstanden kaum bzw. gar keine Wartezeiten.

Das Savage Race war eine gute, professionell organisierte Veranstaltung, mit genialen, ausgefallenen Hindernissen, eingebetet in ein schönes Gelände.

Dass ich rund 700 Läufer (handgezählt) überholt hatte hob natürlich meine Stimmung am Ende des Laufs 🙂

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#22PushUpChallenge. Los geht´s!

Kürzlich hat mich Flo, von „Zwischen Kochtopf & Laufschuh“ für die #22PushUpChallenge nominiert. Als begeisterter Sportler und Hindernisläufer hat er die Herausforderung angenommen. Für mich sprach nichts dagegen, es ihm gleich zu tun. Seit Samstag, den 14.1.2017 bin ich dabei, meiner Pflicht nachzukommen.

Worum geht es bei der #22PushUpChallenge?

Eine US-Studie besagt, dass sich in den USA täglich 22 Kriegsveteranen das Leben nehmen. Hervorgerufen durch traumatische Erlebnisse während des Krieges. Mit 22 Liegestützen wird auf dieses Problem aufmerksam gemacht.Viele Prominente wie The Rock, David Beckham oder Jason Statham haben an der Challenge bereits teilgenommen und damit eine Menge bewegt. So wurde schon eine Menge Geld für die Organisation Kill 22 eingesammelt. Sie hilft Veteranen bei der Verarbeitung ihrer schlimmen Erlebnisse. Als Beweis für die Teilnahme der #22PushUpChallenge posten die Teilnehmer Videos der 22 Liegestützen mit den Hashtags #22pushupchallenge sowie #22Kill in den sozialen Umfeldern.

22 Tage lang täglich 22 Liegestützen

Die Challenge verschreibt jedem PushUper täglich 22 Liegestützen. Und das 22 Tage lang. Als Beweis für die Teilnahme sollen die Videos der PushUps in den sozialen Netzwerken mit den entsprechenden Hashtags (#22pushupchallenge und #22Kill) gepostet werden. Es steht natürlich jedem frei, nach absolvierter Challenge eine Spende an eine wohltätige Organisation zu leisten.

Unabhängig davon möchte ich jeden Sportler, aber auch Nicht-Sportler, aufrufen, an der Challenge teilzunehmen. Man macht damit auch auf die Sinnlosigkeit von Kriegen und ihren tragischen Folgen aufmerksam. Zusätzlich macht man etwas für seine Fitness und kann vielleicht seine guten Vorsätze für das Neue Jahr umsetzen :-).

Hier die gesammelten Werke meiner sportlichen Fitnessübungen

Tag 1

#22kill #22pushupchallenge #toughtimesforchicken #ocrrunner #ocrfamily #hindernislauf #ocraddict #ocrjunkie

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Tag 2

#22kill #22pushupchallenge #ocrjunkie #ocraddict #ocr #toughchicken #toughtimesforchicken #ocrrunner

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Tag 3

#22pushupchallenge #22kill #toughchicken #ocr #ocraddict #ocrrunner #toughtimesforchicken #ocrfamily #ocrjunkie #Tag3

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Tag 4

#toughtimesforchicken #ocrrunner #ocraddict #ocrfamily #ocrjunkie #22pushupchallenge #22kill #hindernislauf #tag4

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Tag 5. bis 22. sind auf meinem Instagram Profil dokumentiert.

So, die PushUpChallenge ist geschafft. 22 Tage lang 22 Liegestützen. Mit dem ein oder anderen Tag Pause bin ich doch recht gut und konstant durchgekommen. Im Zuge der Challenge habe ich für das Projekt „Kinderplanet“ der Aktion für krebskranke Kinder e.V. gespendet.

Das Projekt unterstützt Eltern bzw. Familien, die ein schwerkrankes Kind stationär behandeln lassen müssen. Details zum Projekt findet ihr hier: Kinderplanet

Das Projekt wird auch von den „Athletes for Charity“ gefördert.

Viele Grüße und allen eine gesunde und erfolgreiche OCR-Saison 2017
Euer TC

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