2011

Getting tough – the Race 3. Zu meinem Jubiläum wurde noch ne Schippe draufgelegt.

Getting tough - The Race, Rudolstadt, Reifenhindernis,
Reifenhindernis Walk of Fame

Zum Nikolaus gab´s den 50sten Hindernislauf für das Tough Chicken. Getting Tough – The Race war dafür genau der richtige Rahmen. Und die Jungs haben sich in diesem Jahr noch mehr Schikanen ausgedacht. Die dritte Auflage des GTTR war mit Sicherheit die Schwerste. Nur die Temperaturen konnten nicht mit dem Vorjahr mithalten. Gott sei Dank kann man das nicht planen. So konnten wir mit rund 2º C Lufttemperatur fast angenehme Temperaturen genießen :-).

Wir, das sind über 2.200 Läufer, die sich zum Getting tough – the Race in Rudolstadt der Herausforderng stellten. Mit rund 24 Kilometern ist der Hindernislauf einer der härtesten Läufe in Deutschland. Die Kombination aus knackigem Geländeprofil, schlechten Witterungsverhältnissen und anspruchsvollen Hindernissen machen ihn zu einem spektakulären Ereignis.

So fiel am Samstag, den 6. Dezember um 10 Uhr der Startschuß auf der Großen Wiese neben dem Freibad. Der Massenstart ist zwar nicht mein Favorit, aber durch die enorme breite des Startbereichs war er erträglich. Das große Kriechhindernis und die tiefen Wassergräben zu Beginn des Rennens bewirkten, dass das Läuferfeld etwas auseinandergezogen wurde. Nach der Schillerquerung erreichten wir die ersten Anstiege. Leider konnten die auftretenden Engstellen die Läufermassen nicht komplett aufnehmen. Also war Gehen angesagt. Hmm, das hatte ich mir anders vorgestellt.

Getting tough - the race, Rudolstadt, Streckenverlauf
Streckenverlauf Getting tough – the Race 3

Beim „Slalom“ lichtete sich das Feld dann etwas. Weiter ging es über die Felder zum Hindernis „Dirty Wheels“. Hier mussten wir Reifen schultern und alte Weinbergtrassen im Slalom bezwingen. Das ging in die Beine. Nach rund 5,5 Kilometern gab es die erste Verpflegungsstation. Wie ich später erfahren habe, war an der Station nicht genügend Wasser vorhanden, sodass für spätere Läufer nichts mehr vorhanden war. Leider. Ich konnte mich also glücklich schätzen, noch etwas von dem kühlen Nass abgekommen zu haben. Es folgte der steilste Anstieg der Strecke hinauf zum Himmelstor. Auf rund 467 Höhenmetern angekommen mussten wir durch die Gepäckfächer von Reisebussen kriechen. Nachdem einige Absperrgitter überwunden waren ging es wieder hinunter auf 285 Meter, ehe die Strecke wieder auf 399 Höhenmeter anstieg. Es folgte ein längerer Downhillstrecke und nach 14 Kilometern erreichte der Lauf an der Papierfabrik seinen Wendepunkt. Zwei Pyramiden aus Pappballen mussten überwunden werden ehe es über Unterpreilipp zurück Richtung Rudolstadt ging.

Getting tough - the Race 3, Rudolstadt, Höhenprofil
Höhenprofil der Strecke Getting tough – the Race

Nach rund 19 Kilometern wurden wir langsam auf das große Finale eingestimmt. Die „Elektro Schnitz Sturmbahn“, eine ehemalige NVA Kampfbahn, wartete mit einer Ansammlung an Hindernissen auf die Läufer. Nach der langen Laufstrecke musste man nun seinen Laufrhythmus umstellen, denn das war erst der Anfang der „Hindernislflut“.
Was folgte war die „Signal IDUNA Experience“, für die meisten Läufer die wohl größte Herausforderung. Der Wasserparcours hatte es diesmal in sich. Das obligatorische untertauchen von Baumstämmen raubten einem den Atem und ließ das Blut im Kopf wummern. Direkt im Anschluß war das Hangelhindernis an der Reihe.

Zu diesem Zeitpunkt waren meine Hände bereits recht durchgefroren. Zu allem Überfluss bot das nasse Eisengestänge wenig Grip. Mein Pech. Zwei mal durfte ich in die Fluten des Schwimmbeckens abtauchen. Brrrr. Bei den Längsstangen klappte es dann besser. Hier erreichte ich „trockenen Fusses“ die andere Seite. Geschafft. Die nächsten Hindernisse dienten dann zum Aufwärmen, wobei es vor dem Labyrinth zu einem Stau kam. Nicht gut. Viele Mitstreiter, immer noch durchgefroren, zitterten wie Espenlaub. Und jede Sekunde, die man sich nicht bewegte, erschienen einem wie Stunden. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es über einen Wassercontainer, durch Autoreifen, einen Nebelraum und über eine Holzwand zum nächsten Verpflegungsstand.

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Hier mißbrauchte ich den warmen Tee um meine Eisklauen etwas aufzutauen, denn der „Walk of Fame“ war in greifbarer Nähe und erforderte aufgetaute Greifwerkzeuge. Nach der „River Bank“, der letzten Saalequerung, die mit großen Treckerreifen geschmückt war, ging der Hindernisparcour in seine finale Phase. Das „Hindernisinferno“ erforderte die Mobilisierung der letzten Kraftreserven. Kriech- und Kletterhindernisse, Panzer, Strom, Autoreifen, Strohballen, Betonpfeiler – eine Tortur auf den letzten Metern. Aber eine die sich lohnte.

Getting tough -the Race, Rudolstadt, geschafftNach 3:38 Stunden überkroch ich als 772ster die Ziellinie und feierte mein 50sten, erfolgreich absolvierten Hindernislauf. Ein Saisonabschluß, der mich schon ein wenig Stolz machte. Jetzt kann Weihnachten kommen :-).

Euer
TC

 

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