Hindernislauf England

Feel like a Rockstar. Beim Rat Race Dirty Weekend in Burghley House

Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, BannerWenn Dich ab der zweiten Runde wildfremde Läufer anfeuern, sie für Dich eine Gasse an den Hindernissen bilden und Dir Beifall klatschen als wärst Du ein Rockstar – dann weißt Du, daß Du den Double Mucker beim Rat Race Dirty Weekend mit 400 Hindernissen auf 64 Kilometern absolvierst. Bekleidet mit einem orangefarbenen Double Mucker Shirt und meinem „chicken hat“ begegneten mir an diesem Wochenende absolut enthusiastische, herzliche und faire „Mucker“und Marshalls. Dank ihrer Unterstützung fiel es mir fast leicht, die Tortur trotz riesigen Blasen an den Fußsohlen in 10:32 zu meistern.

Der Tag vor DEM Tag

Zum ersten Mal habe ich an einem Rennen der Rat Race Serie teilgenommen. Das Dirty Weekend findet auf dem englischen Landsitz Burghley statt, einer traumhaften Kulisse, wie man sie aus zahlreichen historischen Filmen kennt. Das umliegende Gelände, welches aus sanften, grasgrünen Hügeln und dichten Waldabschnitten besteht, war hervorragend für diese Challenge geeignet.

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Unterschiedliche „Battle Zones“ wechselten mit ausgiebigen Laufstrecken ab. Langweilig wurde mir dabei nie. Selten habe ich ein solch gutes Kursdesign und gelungene Organisation eines Hindernislaufes erlebt. Es bildeten sich nur wenige Schlangen an den Hindernissen und die Einrichtungen wie Toiletten, Locker, Umkleidemöglichkeiten, Campingplatz, etc. waren ausreichend bemessen. Meine Unterlagen konnte ich Nachmittags vor dem Renntag abholen. Alphabetisch sortierte Anmeldestationen sorgten für eine gleichmäßige Verteilung der Sportler und somit für eine zügige Registrierung. Nachdem ich meine Unterlagen inkl. dem obligatorischen Laufshirt in den Händen hielt checkte ich in der nahegelegenen Unterkunft ein, da Camping für mich bei diesem Lauf keine Option darstellte :-).

Nur der frühe Mucker ist ein Double Mucker

Der Race Day begann für mich recht früh. 6 Uhr aufstehen, frühstücken, anziehen. Alle Double Mucker mussten in der ersten Welle um 8 Uhr morgens starten, da die ersten 32 Kilometer innerhalb von 5 Stunden bewältigt werden mussten. Schaffte man dies nicht, durfte man gemäß dem Reglement nicht zur zweiten Runde antreten. Das hieß für mich, weniger Fotos in der ersten Runde schießen und das Rennen etwas schneller als sonst angehen. Denn um 200 Hindernisse zu bewältigen benötigte ich etwas mehr Zeit als sonst. Und die war dieses mal kostbar. Nachdem die Wettervorhersagen sonnige 22 Grad avisierte schmiss ich mich direkt in das kurze Chicken Outfit, was eine gute Wahl war, denn die Temperaturen stiegen nach wenigen Stunden bereits in die 20 Grad Region. Kurz nach 7 Uhr fuhr ich dann Richtung Burghley House, parkte mein rechtslenkendes Gefährt und begab mich zur Transition Zone der Double Mucker, die speziell für diese eingerichtet wurde. Wir erhielten unsere orangefarbenen Double Mucker Shirts die uns als solche kenntlich machen sollten. Hier traf ich auch Alex, der am Freitag spät abends mit dem Auto angereist war.

Vor dem Startschuss erhielten wir eine Einweisung, ehe um 8 Uhr Greenwich Time das Hindernisrennen in Angriff genommen wurde. Die erste, kleinere Hinderniszone erreichten wir nach ein paar Heuballen. Diese Bestand aus einem Sattelauflieger, Kriechnetze, Autoreifen und übergroßen Pilonen, die getragen werden mussten. Der Weg führte uns anschließend zurück zum Festivalgelände, bevor es über die Felder in ein Waldstück ging. Hier gab es kleine Anstiege und zahlreiche Baumstämme, die zu überspringen waren. In der darauffolgenden Zone empfingen uns Rugbyspieler, die die Läufer takelten. Dann wieder Netze, Hüpfbälle, Trampoline und Heuballen. So langsam wurde ich munter, erreichte Betriebstemperatur. Über die Wiesen von Burghley House, vorbei am Teilnehmerparkplatz ging es in das nächste Waldstück, gespickt mit den ersten, größeren Kletterhindernissen, Kriech- und Kletternetzen und einem Labyrinth aus Absperrzäunen, das für meinen Geschmack überflüssig war. Ein kurzes Wiesenstück später folgten Sandsäcke, quer angebrachte Baumstämme in Brusthöhe, Strickleitern, Stacheldraht und ein Kriechhindernis durch einen kleinen, schlammigen Bach. Nun war es passiert. Erstmals nasse Füße. Und dabei sollte es nicht bleiben, denn direkt danach ging es in einen Tümpel, dessen Wasser mir bis zur Brust reichte. In der Mitte des Gewässers schwamm eine große, aufblasbare Barriere, die es zu untertauchen galt. Nun war auch das Chicken nass. Ehrlich gesagt, war mir das nicht unrecht, denn bei den Temperaturen sorgte mein nasser, gefiederter Freund für eine willkommene Abkühlung. Nach dem See führte die Strecke raus aus dem Areal von Burghley House in das nächste Waldstück zur ersten Verpflegungsstation. Wasser, Bananen, Gummibärchen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch ausreichend Verpflegung für alle Sportlerinnen und Sportler. Nach kurzer Stärkung bahnte ich mir meinen Weg weiter über ein paar Heuballen Richtung offenes Feld. Noch war ich mir nicht sicher, was mich als nächstes erwartete?

Die Waterzone sorgte für Abkühlung

Also lief ich weiter über die Felder bis ich ES sah. Water Wipeout. Ein 20 Fuß (6 Meter) hoher Sprungturm, an dessen Fuß ein großes Wasserbecken ausgehoben war. Mit ihm Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Hindernis Sprungturmbegann die Waterzone. Mit entsprechendem Respekt näherte ich mich dem Ungetüm. Vor der Waterzone wurden an jeden Mucker eine Schwimmweste verteilt. Sicherheit wurde groß geschrieben. Mein Blick richtete sich nach oben zur Plattform. Hmm, niedrig sah anders aus. Trotz aller Zweifel nahm ich mein Herz und die Hand und kletterte über diverse Plateaus immer höher auf die Spitze des Sprungturms. Ein paar Läufer waren noch vor mir. Nach und nach sprangen sie in die Tiefe, was mich unweigerlich immer näher an die Absprungkante brachte. Als ich den Blick nach unten wagte hatte ich den Eindruck, dass es noch höher war. Das war richtig hoch. Und nicht mein Fall. Neben mir stand ein weiterer Mucker, der in die Tiefe blickte. Erfreulicherweise zählten die Marshalls die neben uns standen 3,2,1. Nachdem die Eins in meinem Gehörgang verschwunden war nahm ich wie mein Leidensgenosse neben mir allen Mut zusammen und stürzte mich in die Tiefe. Eine kurze Flugphase später spürte ich das kühle Nass. Puh. Geschafft und mit einem gehörigen Adrenalincocktail in den Adern überlebt. WTF. Bei den anschließenden Ringen fehlte mir dann einfach die Konzentration, um die richtige Technik anzuwenden. Nach 3 Ringen fiel ich wieder ins Wasser. Egal, nass war ich ja ohnehin schon. Weiter ging´s zu einer Wasserrutsche, die in einem See endete. Nach einem entspannten Rutsch war eine ca. 75 Meter lange Strecke schwimmen angesagt. Bei den sommerlichen Temperaturen eine willkommene Abkühlung.

Über ein kleines Klettergerüst ging es ans Ufer, ehe es nach rund 40 Meter an Land wieder zurück ins Wasser ging. Nun waren die Wasserhindernisse an der Reihe. Eine schwimmende Monkeybar, Balken, Autoschläuche, Pontons und aufblasbare Röhren waren zu bewältigen. Die größten Schwierigkeit bestand darin, aus dem Wasser auf die schwimmenden Pontos zu gelangen, da die Greifmöglichkeiten spärlich gesät waren. Also nahm ich etwas Schwung, tauchte etwas ab und nutze den Auftrieb der Schwimmweste um auf die Plattform zu gelangen. Nach der Waterzone befreite ich mich von der etwas zu kleinen Schwimmweste, folgte der Strecke Richtung Construction Site.

Water Wipeout überlebt, Construction Site und Mudrun warteten

Die Hindernisse in dieser Sektion hatten Baustellencharakter, wobei zuvor jeweils 15 Kniebeugen, Burpees und Liegestützen absolviert werden mussten. Man glaubt gar nicht, wie anstrengend das sein kann. Nach dem Workout ging es über Baustellenabsperrungen, durch Röhren und über Dreckhügel weiter in das nächste Waldstück mit Dirty Weekend Klassikern wie „Logatron“ und „Ewok Village“. Das waren diverse kleine bis haushohe Hinderniskonstruktionen aus Holz, die in kurzen Abständen im Wald verstreut waren. Aus der grünen Hölle kommend ging es erst einmal am Waldrand entlang zur nächsten Wasserstation. Hier nahm ich mein erstes Energy Gel zu mir. Das erste Mal überhaupt, dass ich neben der zur Verfügung gestellten Verpflegung auf eigene Energiespender zurückgriff. Gefühlt war dies die richtige Entscheidung, denn bei dieser Distanz war der Energieverbrauch enorm.

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Nach dieser Stärkung erreichte ich „Mudrun“-Zone. Wie der Name vermuten lässt, wurde es matschig. Balancierbalken aus Holz und Autoreifen, Wassergräben und 4 Meter hohe Kletterwände aus Reifen und Holz mußten bezwungen werden. Danach führte die Strecke zurück zu Burghley House. Deerstalker war an der Reihe. Eine Riesenrutsche, die mit Wasser benetzt wurde, diente als Einstieg. Leider war das Wasser nicht wirklich ausreichend, sodaß der Rutschfaktor nur mittelmäßig war. Nach „Bergaufrobben“ und Holzscheit tragen gab es den nächsten Verpflegungsstand. Hier wurden diverse Köstlichkeiten aufgefahren. Wasser, Gummibärchen, Chips, Energieriegel, Bananen, Red Bull. Folglich viel meine Pause nach rund 19 Kilometern und 2,5 Stunden etwas länger als geplant aus. Jedoch nicht zu lange, da ich mich noch in der ersten Runde befand.

Weiter zur längsten Monkeybar der Welt

Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Hindernis MonkeybarEtwas zu Kräften gekommen legte ich den ersten Gang wieder ein. Die folgende Gewässerüberquerung erforderte etwas Geschick. 3 Meter lange und 50 cm breite Holzbretter waren auf Kanus befestigt. Hintereinander angeordnet bildeten sie einen wackeligen Pfad über den Teich. Da zu diesem Zeitpunkt kein anderer Läufer die Konstruktion ins Wanken brachte, entschied ich mich für die schnelle Gangart und rannte über die Holzplanken zum anderen Ufer. Geschafft. Dann wieder Netze, eine riesen Strohpyramide und diverse Trageaufgaben ehe es Richtung Mega-Monkeybar ging. Zuvor gab es aber weitere Passagen mit Containern, Leitern, Wänden, Slacklines und Hangelhindernissen. Während dieser Passage befand sich auch ein weiteres Sprunghindernis. Dieses mal war die Landezone eine 2 Meter hoher Luftsack. Die Plattform, ein Container, war nicht übermäßig hoch, trotz allem war das Gefühl in das Luftkissen zu springen ungewohnt. Nach kurzem Zögern nahm ich die Herausforderung an, streckte auf Empfehlung der Marshalls die Füße nach vorne und landete sanft in der luftigen Plastikmasse.

Ach, am liebsten wäre ich jetzt liegen geblieben. Aber es musste weiter gehen, denn die Uhr tickte unaufhaltsam. Nach dem Men`s Health Container war es dann soweit. Ich stand vor der längsten Monkeybar des OCR-Sports. 130 Meter. Sie führte direkt Richtung Burghley House und schien mit dem Horizont zu verschmelzen. Für mich eine unmögliche Distanz. „Kraft- und Zeitverschwedung“, dachte ich mir. Also wählte ich wie die meisten Mucker die kurze Variante. Mir reichte das vollkommen. Nach „Burghley Horseplay“, eine Ansammlung kleinerer Kletterhindernisse mussten erneut Kilometer gemacht werden. 3 Stunden, 22 Kilometer standen auf meinem Zeitmesser. Ich lag also noch gut im Rennen um rechtzeitig die zweite Runde antreten zu dürfen.

Letzte Schleife durch den Wald

Auf dem folgenden Abschnitt waren etwas weniger Schikanen untergebracht. Hier mal ne Röhre, da ein paar Autoreifen. Das war es dann auch schon. Bei „Otters Pocket“ war dann wieder Wassertreten angesagt. Ein grüner, schmieriger Tümpel, dessen Wasser mir knapp über die Hüfte reichte, war zu durchqueren ehe es wieder in den schattigen Wald ging. Auch im letzten Waldabschnitt waren wieder zahlreiche Kletter- und Geschicklichkeitshindernisse zu bewältigen. Nun ja, die 200 Hindernisse kamen ja nicht von ungefähr. Ein Hindernis wird mir dabei für immer im Gedächtnis bleiben. Eine senkrecht angebrachte, bewegliche Eisenstange. Mit ihrer Hilfe überwand man eine Distanz von ca. 3 Metern zu einer zweiten Plattform. Ich erklomm also die Plattform, stand auf den kleinen Ring, der um die Stange angebracht war, nahm die Eisenstange zwischend die Haxen und drückte mich von der Plattform ab. Die Stange kippte rasch auf die andere Seite. Der Marshall schrie „Twist“. WTF meinte er damit, klappte doch ganz gut. Als ich auf der gegenüberliegende Seite aufschlug, wußte ich, was er damit meinte, denn die Eisenstange schlug knapp neben meinen Weichteilen ein. Dies hätte ich vermeiden können, wenn ich mich auf dem Ring gedreht hätte. Wie heißt es doch so schön: „Aus Schaden wird man klug“. Obwohl mir das Schlimmste erspart blieb, war der Schmerz, der an meinen Lenden vorbei zog, heftig. Puuhhh, 5 Minuten Zwangspause und erheiterte Marshalls waren das Ergebnis. Ich dachte mir nur: „Gut, dass es nicht zum schlimmsten gekommen ist“. Nach diesem Schock ging es aus dem Waldstück heraus zurück über die Felder zu „Otters Pocket“, der am Rand noch einmal durchquert werden musste.

Hier kontrollierte ich noch einmal meine Uhr. 28 Kilometer, 4 Stunden. Das sah vielversprechend aus. Das gab mir noch einmal einen Motivationsschub für die letzten 4 Kilometer. Die Strecke zurück verlief leicht ansteigend. Auf dem Weg zur letzten Wasserstation waren noch einige Wände und Kletterhindernisse zu meistern. Diese stellten kein großes Problem dar, hielten mich aber weiter auf. Nach der letzten Wasserstation ging es bergab Richtung Start/Zielbereich. Vor dem „High Net Worth“, ein Netz welches frei schwebend an einem Kran hing, standen die „Funbags“ im Weg. Dies waren in sich kippende Holzboxen, die sich beim besteigen erst zum Läufer kippten. Als ich den Scheitelpunkt erreichte, kippten sie in die andere Richtung. Festhalten war angesagt. Ein Hindernis, bei dem man Fingerspitzengefühl beweisen musste. Danach ging es das Netz hoch. Da es aus breiten Bändern gewoben war, empfand ich es als recht einfach, hier hinaufzusteigen. Ich lief auf einem senkrechten Band bis auf die obere Plattform. Rückwärts ging es dann wieder hinunter. Noch hatte ich 50 Minuten Restzeit.

Das musste reichen, um die zweite Runde bestreiten zu dürfen. Das große Finale stellte das Hindernis „Final Furlong“ dar. Ein Containerturm, der auf der einen Seite erklommen wurde, ehe man das letzte Stück auf der Rückseite Richtung Ziel rutschte. Als ich den höchsten Punkt des Parcours erreichte, hatte ich in 4:35 beinahe 32 Kilometer und 200 Hindernisse hinter mir gelassen. Der finale Slide Richtung Ziel war richtig entspannend. So, die erste Runde war vollbracht, die letzte Welle startete erst in 20 Minuten.

Auf zur zweiten Runde

Das gab mir ausreichend Zeit, um einmal durchzuatmen, bevor ich die zweite Runde antrat. Ich überlegte mir kurz, ob ich einen Klamottenwechsel machen sollte, entschied mich dann aber dagegen, da ich mich ganz gut fühlte. Das einzige was ich spürte, waren die Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Walking Apesich bildenden Blasen unter meinen Fußsohlen. Dank der permanenten Wasserhindernisse und der langen Distanz war eine Blasenbildung beinaher zu erwarten gewesen. So verpflegte ich mich mit einem Energie Riegel, füllte mein Depot mit Energy Gels auf und trank die ein oder andere Wasserflasche. 10 Minuten vor der 19ten Startwelle überschritt ich dann die Startlinie zum zweiten Mal. So, die ganze Tortur noch einmal von vorne, allerdings in einem langsameren Tempo. Und je länger ich unterwegs war, desto größer wurden meine Blasen, nach über 40 Kilometern machten sie sich durch immer stärkere Schmerzen bemerkbar. Die überragende Unterstützung der Zuschauer, Mucker und Marshalls ließen mich diese aber fast vergessen. Eine solch fantastische Unterstützung bei einem Hindernislauf hatte ich selten erfahren. Dies führte dazu, dass ich meine letzten Kräfte mobilisierte, um die 64 Kilometer zu schaffen. Und was soll ich sagen. Nach 10:48:14 übertrat ich, vollgepumpt mit Adrenalin und überglücklich die Zielline beim Rat Race Dirty Weekend. Verrückt, wirklich verrückt. Aber auch geil. Einfach nur geil. Irgendwie konnte ich es noch gar nicht glauben, die Schlacht überstanden zu haben. Also schnappte ich mir ne Banane, leerte meine Flasche Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, MedaillenWasser in einm Atemzug und legte mich erst mal ins Gras und sinierte. Bis mich Alex aus meinen Gedanken riss. Er war 1,5 Stunden vor mir ins Ziel gekommen. Und schien sich bereits gut von den Strapazen erholt zu haben. Ich dagegen war noch ziemlich fertig, setzte mich in die Transition Area und machte erst mal gar nichts. Bewegte mich nicht, hatte etwas Magengrummeln und fühlte mich parteilweise ziemlich beschissen. Die legte sich nach einer halben Stunde ein wenig. Und dann stand auch schon die Übergabe der goldenen Double Mucker Medaille auf der Bühne bevor. Die Prozedur bis zur Verleihung zog sich ein wenig, doch als ich das Ding in den Händen hielt war ich Stolz. Stolz und Stolz. Mein Dank gilt allen, die mich auf dem Weg angefeuert und unterstützt haben. Einfach nur Danke. Wahrscheinlich sehen wir uns nächstes Jahr wieder :-).

Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Streckenverlauf
Hindernislauf England, Streckenverlauf Dirty Rat Race Weekend, Burghley House

Fazit: Rat Race Dirty Weekend ist ein Lauf der viel für sein Geld bietet. Herrliche Laufstrecke, vieeeeele Hindernisse und einen einzigartigen Festivalcharakter. Nicht zu vergessen die Helfer, Zuschauer und Läufer mit exzellenter Laune. Für mich eine klare Empfehlung. Das schreit fast nach einer Wiederholung.

Euer
TC

Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Streckenprofil
Hindernislauf England, Rat Race Dirty Weekend 2016, Streckenprofil

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